Christian
FELBER

Stimme einer
ethischen Marktwirtschaft

 

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Erst 2010 saßen 15 Unternehmer auf Initiative von Christian Felber zusammen, um über eine Alternative zu Kapitalismus und Kommunismus nachzudenken. Heraus kamen die Grundzüge der Gemeinwohl-Ökonomie - der mittlere Weg eines demokratisch und marktwirtschaftlich basierten neuen Wirtschaftssystems. Orientiert an Werten wie Mitgefühl, Zusammenarbeit, Wertschätzung, Solidarität und Teilen. Die Idee bekam Flügel. Heute unterstützen fast 2000 Unternehmen und viele Tausend Menschen in 40 Staaten das neue Wirtschaftsmodell - und es werden täglich mehr.


Kein Wunder, denn 88 Prozent der Deutschen wünschen sich nach einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung von 2010 eine „neue Wirtschaftsordnung“. Viele haben begriffen, dass »die Krise« nicht nur ein „Auswuchs“ der Finanzmärkte ist, sondern dass Finanzkrise, ökologische Krise, Verteilungskrise, Demokratiekrise und Sinn- und Wertekrise ihre Ursache im gegenwärtigen Wirtschaftssystem haben.


Es sind Egoismus, Gier, Geiz und Rücksichtslosigkeit, die unser derzeitiges Wirtschaftssystem fördert. Christian Felber fordert dagegen Vertrauensbildung, Verantwortung, gegenseitige Hilfe, Mitgefühl und Kooperation. Alles Werte, die auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen gut gelingen lassen. Felbers Ansatz ist ganzheitlich wenn er sagt: „Wir haben gar keine andere Wahl, als über Alternativen nachzudenken. Denn wir stehen vor der Entscheidung «Change by design or change by desaster».


Christian Felber ist Wirtschaftspublizist, Hochschullehrer, Mitgründer von Attac-Österreich und Initiator der Bank für Gemeinwohl. Er ist längst zum international gefragten Wortführer der neuen Idee für eine gerechtere Wirtschaft geworden. Diese Idee ist konstruktiv, handlungsorientiert und für Unternehmer gemacht, die nicht nur ihr Unternehmen gestalten wollen, sondern auch die Gesellschaft von morgen.


Neudenker Felber: »Die Systemspielregeln der Wirtschaft werden von Gewinnstreben und Konkurrenz auf Gemeinwohlstreben und Kooperation umgestellt. Unternehmen mit einer guten Gemeinwohl-Bilanz werden steuerlich bevorzugt.“ Wichtig dabei: Das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie will kein geschlossenes Denksystem sein. Es wird kontinuierlich demokratisch weiterentwickelt und verbessert - soll so lebendig bleiben.


Felber wurde 1972 in Salzburg geboren, studierte Spanisch, Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaften in Madrid und Wien, wo er heute lebt. Er ist ein bescheidener, leiser und nachdenklicher Mensch. Wenn er vor seinem Publikum steht, scheint er in sich zu ruhen. Er spricht mit klarer, voller Stimme, hat Charisma und schafft es leicht, seine Zuhörer in seine Gedankenwelt hineinzuziehen, sie zu fesseln.


Übrigens: Der Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie ist auch auf EU-Ebene angekommen: Der europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss empfiehlt die Gemeinwohl-Ökonomie als nachhaltiges Wirtschaftsmodell. Im Rahmen der neuen EU-Strategie für soziale Verantwortung sollen Unternehmen für den Nachweis höherer ethischer Leistungen zukünftig belohnt werden.


Felber ist vielfacher Buchautor. „Geld. Die neuen Spielregeln“ wurde als Wirtschaftsbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet. Weitere Informationen: www.ecogood.org und www.christian-felber.at.